Pflegezusatzversicherung

Neben der Freude über Ihre hohe Lebenserwartung, birgt ein hohes Alter leider auch die Gefahr einer möglichen Pflegebedürftigkeit. Statistisch können Sie im Alter von 60 Jahren noch mit durchschnittlich 20 Jahren rechnen, die Sie ohne pflegebedürftig, unbelastet leben können

 

Mögliche Pflegebedürftigkeit

Ihr Alter beträgt dann 80 Jahre. Vor Ihnen liegt dann noch eine Lebensdauer von ca. 11 Jahren mit deutlich erhöhtem Pflegefall-Risiko. Sie sollten wissen, dass in dem Altersbereich von 75- 80 Jahren nach den Daten des statistischen Bundesamtes über 10% der deutschen Bevölkerung Pflegefälle sind. Danach steigt der Anteil der pflegebedürftigen Menschen in den höheren Altern Jahr für Jahr an. Inzwischen ist die Zahl der ambulant und stationär versorgten Pflegebedürftigen auf knapp 2,5 Millionen gestiegen. Bis zum Jahr 2030 wird mit einem Anstieg pflegebedürftiger Menschen auf über 3 Millionen gerechnet.

Keiner rechnet damit und doch kann es im Lauf des Lebens jeden treffen: Sie oder einer Ihrer Angehörigen wird zum Pflegefall und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Das kann nicht nur für Sie zur finanziellen Belastung werden, sondern auch für Ihre Familie. Wenn die Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung und die Einkünfte des Pflegebedürftigen nicht ausreichen, um die Pflegekosten zu decken, müssen die Ehegatten und Kinder für die Kosten aufkommen. Schützen Sie Ihr Vermögen durch eine ergänzende Pflegezusatzversicherung.

Auch der Staat hat diese Notwendigkeit einer privaten Vorsorge gegen das Pflegerisiko erkannt. Im Rahmen des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz-PNG erhalten zum ersten Mal Menschen mit Demenz, die bisher kaum oder gar nicht berücksichtigt wurden, Leistungen der Pflegeversicherung. Angehörige und Pflegebedürftige haben in Zukunft mehr Wahlfreiheiten, um die Pflege an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen. So können sie Zeitkontingente mit ambulanten Diensten vereinbaren. Neue Wohnformen werden gestärkt, damit die Menschen so lange wie möglich in ihrem häuslichen Umfeld bleiben können und nicht ins Heim gehen müssen. Mehr Transparenz und Service der Pflegekassen sind weitere Verbesserungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen.

Mit dem Aufbau einer staatlich geförderten privaten Pflegevorsorge wird die Absicherung für den Pflegefall gestärkt. Ab dem 1. Januar 2013 erhält jeder Versicherte ab 18 Jahren für eine staatlich anerkannte Pflegezusatzversicherung eine jährliche Förderung von 60 Euro (5 Euro pro Monat).