Gesundheit

In den letzten Jahrzehnten sind die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen permanent durch zahlreiche Reformgesetze gekürzt worden. Parallel sind die Beiträge deutlich gestiegen.

 

Allgemein

Nach dem Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ("GKV-Versorgungsstärkungsgesetzt") beträgt der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung ab dem 1. Januar 2015 14,6%. Krankenkassen können soweit erforderlich Zusatzbeiträge für künftige Ausgabensteigerungen durch den medizinischen Fortschritt erheben.

Ab 2019 erfolgt wieder eine paritätische Finanzierung der Krankenversicherungs- und Zusatzbeiträge. Auf Arbeitnehmer/Rentner und Arbeitgeber/Rentenkassen entfallen dabei jeweils 7,3% sowie die hälftigen Zusatzbeiträge.

Gesetzlich Versicherte müssen sich darauf einstellen, dass die Kassen in den nächsten Jahren verstärkt einkommensunabhängige Zusatzbeiträge erheben werden. Die Zusatzbeiträge sind in der Höhe unbegrenzt. Der im Gesetz vorgesehene Sozialausgleich greift erst, wenn der am Jahresanfang festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitrag 2% der beitragspflichtigen Einnahmen des Krankenkassen-Mitglieds übersteigt.

Um Lücken Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen, gibt es individuelle Ergänzungs- möglichkeiten in Form von privaten Zusatztarifen. Arbeitnehmer, sofern sie mit ihrem Gehalt die Versicherungspflichtgrenze überschreiten, Selbständige, Freiberufler und Beamte können sich auch privat krankenversichern.